Schreibenlernen mit System

Links oder Rechts?

Ob rechts- oder linkshändig sagt nichts über die Lernfähigkeit, Intelligenz oder den Schreiblernprozess aus. Mit welcher Hand ein Kind schreibt, ist ausschließlich von der motorischen Dominanz der jeweils gegenüberliegenden Gehirnhälfte abhängig.

Händigkeit muss unabhängig von jedem kulturellen oder regionalen Hintergrund sein, jede Art von Umerziehung muss unterbleiben! Stifte, die sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet sind, begleiten den hochkomplexen, neurophysiologischen Prozess der Lateralität optimal: Jumbo Grip Bunt- und Bleistifte oder auch der Drehbleistift von Faber-Castell. Bei einem vier- bis fünfjährigen Kind sollte eine eindeutige Händigkeit erkennbar sein. Ist dies nicht der Fall, sollte es spätestens bis zum Schulstart geklärt werden.

Um in Problemfällen die Händigkeit zu erkennen, müssen die Eltern und weitere Spezialisten, beispielsweise Ergo-, Mototherapeuten und Schulpsychologen einbezogen werden. Die Experten sollten bei der Diagnose berücksichtigen, dass nach den neuesten Erkenntnissen der Forschung Füßigkeit, Äugigkeit und Hörvermögen nicht der Händigkeit entsprechen müssen.

Für die Diagnose werden vor allem Tätigkeiten genutzt, die nur mit einer Hand ausgeführt werden und kaum von Regeln bestimmt sind: Zähneputzen, würfeln, Murmeln aus einem hohen Gefäß entnehmen und wieder in das Glas zurück geben, Perlen auf einen senkrecht fixierten Draht aufstecken. Regelbelastete Tätigkeiten wie das Greifen von Essbesteck sind dagegen eher ungeeignet. 

Für linkshändige Kinder sind gezielte Kräftigungs- und Lockerungsübungen besonders wichtig. Unsere Schrift ist mit ihrem Schreibfluss auf die Bewegungsmuster von Rechtshändern abgestimmt. Linkshänder müssen beim Schreiben oft schieben statt ziehen. Bögen, Arkaden und Kreislinien müssen oft entgegen der eigenen, intuitiven Bewegungsrichtung ausgeführt werden.

Dies erfordert einen anderen muskulären Aufwand als das rechtshändige Schreiben und kann durch ergonomische Stifte, wie den Drehbleistift und den links- oder rechtshändigen Schulfüller von Faber-Castell ausgeglichen werden. Einige wenige Schreibrichtungen können für Linkshänder angepasst werden.

Für Kinder im Einschulungsalter ist das erste Schreiben ein buchstäbliches Malen unter höchster Konzentration. Hier kann die Schreibqualität mit linker oder rechter Hand kein aussagekräftiges Kriterium sein, um auf die Händigkeit zu schließen. Typischer für linkshändige Kinder ist, dass sie versuchen, rechts oben am Blatt zu lesen oder zu schreiben. Auch verdrehte Buchstaben oder ganze Wörter sind typisch für Linkshänder. Allerdings verdrehen auch rechtshändige Kinder beim Schreibenlernen Buchstaben und Wörter.

In jedem Fall sollten linkshändige Kinder durch entsprechende Werkzeuge Erleichterung bekommen: Hilfreich sind beispielsweise der für Rechtsund Linkshänder geeignete Drehbleistift mit weicher und rutschsicherer Oberfläche und Dreikantprofil, Jumbo Grip Blei- und Buntstifte mit Dreikantprofil oder der Scribolino Schulfüller von Faber-Castell für rechts- oder linkshändig schreibende Kinder.

Schreibenlernen mit System

Schriftentwicklung
Bereits im Vorschulalter beginnen Kinder erste Wörter zu schreiben; da wird z. B. der eigene Name in Großbuchstaben, MAMA oder der Name des Haustieres geschrieben.
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Greifbewegungen sind für den Menschen in seiner gesamten Entwicklung von enormer Bedeutung.
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Neben unterstützenden Stiften und dem richtigen Greifen, gibt es weitere entscheidende Kriterien, die den Schreibprozess positiv beeinflussen.
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Die Perlenübung
Wertvolles Training für korrekte und entspannte Stifthaltung.
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Ergonomische Schreibgeräte
Alle Schreiblernstifte von Faber-Castell werden mit ergonomischem Mehrwert entwickelt, sodass sie die verschiedenen, individuellen Kinderhände, sowohl rechts- als auch linkshändig, unterstützen.
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