Ein Streifzug durch die Geschichte des Rechenschiebers
Ein Katalog von 1912 bietet ein Sortiment von 20 Rechenstab-Ausführungen in hoher Präzision und Qualität und aus dem bestens geeigneten Birnbaumholz mit einer Zelluloidauflage an. Auch die Re-
chenstab-Fertigung wurde zunehmend modernisiert. Auf einer Teilmaschine wurden Skalierungen in sogenannte Teilleisten eingeschnitten, in jeden Schlitz für jeweils einen Skalenstrich wurde ein winzi-
ges Stahlmesser eingesetzt. Das gesamte Teilwerkzeug drückte dann in einem Arbeitsgang das Ska-
lenbild auf den Rohkörper.
Der erste Weltkrieg hat die günstige Entwicklung seit Beginn der Einführung unterbrochen. Durch die Nachkriegszeit und Inflation konnten die Rechenschieber nur schwer verkauft werden. Nach wie vor war der Rechenstab wenig bekannt und wurde nur von einem begrenzten Kreis von Ingenieuren und Technikern, selten von Kaufleuten benutzt. Dennoch wurden weitere Modelle für spezielle Berufe und Rechnungen weiterentwickelt. Es gab nun auch Rechenstäbe für Forstbeamte, Holzhändler, Eisenbe-
tonbau im Angebot.