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IM GALOPP DURCH DIE BLEISTIFTGESCHICHTE
Die ersten "Bleistifte" im heutigen Sinne kamen aus England, wo man auf eine Graphitgrube im Cumberland-Gebirge gestoßen war. Man glaubte "Bleierz" gefunden zu haben. Daher der Name Bleistift. Erst Ende des 18. Jahrhunderts bewies der Chemiker Karl Wilhelm Scheele, daß im Bleistift nicht Blei, sondern Graphit (Kohlenstoff) enthalten ist.
Der Graphit der englischen Cumberland-Grube wurde derart ausgebeutet, dass die Engländer die Ausfuhr bei Todesstrafe verboten.
Der englische Graphit und die daraus hergestellten Stifte wurden immer minderwertiger. Nur durch seine Monopolstellung konnte England auch diese schlechten Stifte zu noch hohen Preisen verkaufen. Um den Graphit zu strecken, wurden Bindemittel wie Leim, Gummi, Tragant etc. hinzugefügt.
Der Bleistift taucht in Deutschland zum ersten Mal 1644 im Büchlein eines Artillerie-Offiziers auf. In Stein bei Nürnberg machte sich Caspar Faber mit der Herstellung von Bleystiften 1761 selbstständig.
Entscheidend für das Aufblühen der Bleistiftindustrie in Deutschland wurde das für damalige Zeiten revolutionäre Wirken des späteren Reichsrates Lothar von Faber im 19. Jahrhundert. Durch Lothar von Faber entwickelte sich der Nürnberger Raum zum Zentrum der deutschen Bleistiftproduktion.